Creditreform

Die meisten Kreditinstitute und Unternehmen der kreditgebenden Wirtschaft arbeiten mit Wirtschaftsauskunfteien zusammen, um Bonität und Zahlungsverhalten ihrer Kunden besser einschätzen zu können. Neben der bekanntesten Auskunftei, der Schufa, gehört auch Creditreform zu den Wirtschaftauskunfteien. Die Unternehmensgruppe betätigt sich nicht nur als Auskunftei. So ist die Unternehmensgruppe auch als Inkassodienstleister und Adressenhändler aktiv.

Creditreform arbeitet als Verein

Unternehmen und Kreditinstitute, die ihre Kunden mit Hilfe von Creditreform einer Bonitätsüberprüfung unterziehen, tun dies nicht als Kunden der Auskunftei, sondern als Mitglied bei dem Verein Creditreform. Allein in Deutschland existieren zu diesem Zwecke mehr als 130 regionale Vereine der Creditreform. Doch auch außerhalb Deutschlands besitzt die Unternehmensgruppe Landesgesellschaften, sodass auch Auskünfte aus anderen Ländern möglich sind. Creditreform ist damit eine der größten Wirtschaftauskunfteien in Europa und arbeitet in insgesamt 22 Ländern.

Bonitätsbewertungen und Inkassodienstleistungen

Creditreform arbeitet sowohl im Bereich der Bonitätsbewertung, als auch als Inkassodienstleister. Zur Bonitätsbewertung werden auch bei Creditreform persönliche und wirtschaftliche Daten der Verbraucher gesammelt. Doch Creditreform sammelt nicht nur Daten von Privatpersonen und stellt diese den Unternehmen zur Verfügung. Auch die Bonität von Firmen in und außerhalb Deutschlands wird mit Hilfe von Score-Werten durch Creditreform beurteilt. Wie bei allen Auskunfteien zur Bonitätsbewertung haben Verbraucher auch bei Creditreform ein Anrecht darauf, einmal pro Jahr eine kostenlose Selbstauskunft einzuholen. Neben der Bonitätsbewertung betätigt sich die Unternehmensgruppe auch im Bereich der Inkassodienstleistungen und kümmert sich um den Forderungseinzug bei säumigen Kunden.

Adresshandel als weiteres Geschäftsfeld

Der Adresshandel ist ein weiteres Geschäftsfeld des Unternehmens. Dazu werden die, zur Bonitätsbewertung von Konsumenten gesammelten Adressdaten zu Marketingzwecken weiter verkauft. Der Adresshandel von Creditreform unterliegt dabei dem Datenschutz. Das bedeutet, die Unternehmensgruppe darf lediglich die Adressdaten, nicht aber die persönlichen Daten oder die Daten zum Zahlungsverhalten weitergeben. Anders als bei den zur Bonitätsbewertung gesammelten Daten haben Verbraucher im Bereich des Adresshandels kaum die Möglichkeit zu erfahren, ob und in welchem Umfang ihre Daten weitergegeben wurden.

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